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Teil III: Tipps und Erläuterungen

Teil III: Tipps und Erläuterungen


Kapitel 8: eMule Handhabung:

(= noch mehr Allgemeines)

Nachdem nun einige Grundprobleme und das gesamte „Drumherum“ angesprochen wurden nun noch ein paar Hinweise zu einer artgerechten Haltung des eMule Haustieres.


1.) Grundsätzliches:

Wie bereits mehrmals erwähnt (man kann das nicht oft genug sagen) erzielt man mit eMule nur zufrieden stellende Ergebnisse wenn er lange am Stück durchläuft, am Besten 24 Stunden und länger.

Mehr als 24 Stunden? Wie geht das? (Stichwort Zwangstrennung)

Eine Möglichkeit ist eine Internetverbindung bei einem Provider der keine Zwangstrennung hat. Arcor wäre ein Beispiel dafür.

Für alle anderen gilt: es gibt definitiv keine Möglichkeit diese Zwangstrennung zu umgehen, keine Tools, keine Tricks.

Aber eine Zwangstrennung hat weniger Nachteile als viele denken mögen. Wenn nach 24 Stunden Onlinezeit die Verbindung gekappt wird, einfach wieder neu einwählen und warten bis sich eMule wieder zu einem Server verbunden hat. Die Internet- Neueinwahl funktioniert unter Windows XP auch automatisch, bei anderen Versionen gibt es extra dafür Tools die eine unterbrochene Internetverbindung wieder herstellen. Auch eMule kann sich, falls diese Option aktiviert ist, automatisch wieder neu verbinden.

Wenn dieses Procedere schnell genug passiert geht noch nicht einmal der Platz in der Warteschlange verloren den man sich nach 24 Stunden bei anderen Usern „erarbeitet“ hat.

Und genau wegen des Warteschlangenplatzes dreht es sich hier. Je länger eMule online ist, desto weiter rückt man in der Warteschlange derjenigen Clients nach vorne, von denen man downloaden möchte. Mit nur 1 oder 2 Stunden Onlinezeit wird eMule kaum zu einem Download kommen da sich bereits etliche andere Clients um die gewünschten Files „beworben“ haben und auch schon länger darauf warten.

2.) Installer oder .bin Datei?

Die Installer-Variante hat ein Setup Programm, welches alle notwendigen Dateien in das angegebene Verzeichnis kopiert.
Die .bin Datei ist ein Archiv, das alle Dateien mit Ausnahme der Hilfe enthält und ohne eine Installation auskommt, also direkt von der eMule.exe aus gestartet wird. Zu Anfangs und für die erste Verwendung ist der Installer zu empfehlen, bei einem Versionsupdate reicht daraufhin die .bin Datei aus. Die bereits vorgenommenen Einstellungen – und was besonders wichtig ist: die gesammelten Credits - bleiben dann auch nach dem Versionsupdate erhalten. Anders sieht es jedoch bei MODs aus.

3.) Versionswechsel bei MODs:

Die meisten MODs gibt es ausschließlich als .bin Datei. Um die Einstellungen beizubehalten und um die gesammelten Credits (sowohl die eigenen, als auch die der anderen User) nicht zu verlieren gibt es nun mehrere Varianten. Da in der Regel erst eine Vielzahl verschiedener MODs durchgetestet werden muss bis man endlich seinen ganz persönlichen Lieblings- MOD gefunden hat empfiehlt es sich, hier ganz besonders das Temp.- und Incoming Verzeichnis außerhalb des eMule Ordners anzulegen.

Es muss nur darauf geachtet werden dass in eMule unter „Optionen“ -> „Verzeichnisse“ auch der Pfad zu den neuen Ordnern stimmt.

 

- Wechsel 1:

Die neue MOD Version herunterladen, entpacken, und lediglich die eMule.exe gegen die alte austauschen. Das ist zwar einfach, aber reibungslos funktioniert das nur wenn es sich um den gleichen MOD handelt – und da auch nicht immer. Also hinterher die Einstellungen kontrollieren.

 

- Wechsel 2:

Den neuen MOD in ein neues Verzeichnis entpacken und den kompletten Unterordner config  durch die alte config ersetzen.

 

- Wechsel 3.:

Das teilweise Übernehmen der wichtigsten Dinge sowie der Credits funktioniert auch indem man folgende Dateien innerhalb des config Ordners in den neuen config Ordner kopiert:

preferences.dat

clients.met

known.met

category.ini

 

Außerdem ist bei einem Wechsel allgemein darauf zu achten dass man die Internetverbindung vorher beendet und anschließend wieder neu verbindet damit eine neue IP vergeben wird. (testen lässt sich das ganz einfach unter http://www.whatismyip.com/) Das ist wichtig damit

- die Ports nicht mit Resttraffic aus Suchanfragen anderer Clients überflutet werden

- der neue MOD mit der neuen, eigenen Userhash unter der alten IP nicht für einen Leecher gehalten und deswegen gebannt wird. Das kann schon mal vorkommnen, muss jedoch nicht sein.

Fazit:

Auf keinen Fall die alte MOD Version löschen und dafür eine neue an dessen Stelle setzen. Wer faul ist oder auf eine neuere Version des selben MODs upgradet ersetzt die eMule.exe, alle anderen kopieren den neuen MOD in ein separates Verzeichnis und übernehmen die 4 oben genannten Dateien oder nehmen die gesamte config mit.

Begrifferläuterungen:

- preference(s).dat: 

speichert den Userhash und beinhaltet so die Identifikation, ohne den alten Userhash gehen die gesammelten Credits verloren

- clients.met:

 speichert alle User die Credits von dem eigenen eMule erhalten haben

- known.met:

speichert alle Informationen ab wie z.B. Shared Files, die Dateigrößen und Downloading Files

- cryptkey:

beinhaltet den einzigartigen 384bit RSA Key des eigenen Clienten und den dazugehörigen Userhash

- category.ini:

speichert die Informationen für angelegte Kategorien

 

4.) Wie wissen andere was ich habe / anbiete?

Befinden sich Dateien im eigenen Verzeichnis für dauerhafte Freigaben (ich hoffe dass es das bei allen tut!!) so werden diese bei jedem eMule Start überprüft und einmalig gehasht. Das bedeutet dass jeder Datei von nun an ein Hashwert anheftet.

Dies ist eine Kombination aus Zahlen und Buchstaben die eine bestimmte Datei eindeutig identifizierbar macht. Ein Download kann unterschiedliche Dateinamen besitzen, dies ändert jedoch nichts an seinem Hash-Wert. Dadurch können Quellen für ein und die selbe Datei unabhängig von ihren Namen gefunden werden.

Zusätzlich wird jede Datei in 9,28 MB große Blöcke (Chunks) unterteilt. Jeder dieser Blöcke erhält auch einen Hash-Wert. Eine z.B. 600 MB große Datei besitzt 65 Blöcke mit je einem eigenen Hash. Aus diesen einzelnen Hash-Werten wird daraufhin der im Netzwerk verwendete Datei-Hash erstellt. Dieser Wert findet sich auch in den eD2k Downloadlinks.

(eD2k Downloadlinks = anklickbare Verlinkungen von Dateien die auf bekannten Sites zu finden sind ohne Umwege über einen Server direkt in das eMule Downloadverzeichnis übernommen werden)



Kapitel 9: eMule richtig einstellen

Um es noch einmal ganz deutlich zu sagen: es gibt keine perfekte Einstellung für eMule.

Es gibt lediglich eine optimale Einstellung für jeden Einzelnen User. Hier sollen jedoch einige grundlegende Einstellungshinweise und Tipps, im Weiteren auch spezielle Features  aufgezeigt werden. Außerdem soll noch ein kurzer Zusammenhang zu den verschiedenen Windows- Versionen erläutert werden.

 

1.) grundsätzliche Einstellungen:

Wortlaut von Crasher83

Auch von mir ein kleines Vorwort:

eMule richtig einstellen, kann zur Nervenprobe werden, nicht aus dem Grund, das es schwer ist (ist es aber doch im gewissen Sinne), sondern aus dem Grund, das man eine Veränderung der Einstellungen nicht nach einer Minute merkt. Der Esel ist wie schon erwähnt, ein Programm, das am besten funktioniert auf Dauer: 24/7/365

Nachdem ihr eMule startet, begrüßt euch ein Wizard, der euch hilft die ersten groben Einstellungen vorzunehmen. Er ist sehr gut erläutert, und dürfte keine Probleme bereiten. Die Einstellungen die er vornimmt sind schon sehr gut. Allerdings kann man mit etwas Tüftelei, Rumprobiern und mit Geduld noch bessere Werte erzielen. Unter besseren Werten verstehe ich nicht nur, dass ihr schneller saugen könnt, sondern auch, dass sich euer System bedanken wird.

Die LowID Problematik wurde bereits in Punkt 5.2 erwähnt, so dass ich sie überspringe.

Startet  nun ein paar Downloads, so zwischen 10-20 Stück. eMule läuft hervorragend, wenn ihr ihm Zeit lasst und die Anzahl der gleichzeitigen Downloads im Rahmen haltet, also bitte nicht 50 Downloads starten, die auch noch sehr verbreitet sind!

Und wenn ihr doch mehr habt, könnt ihr ja ein paar auf „Stop“ (nicht Pause) stellen.

Lasst ihm jetzt eine Weile Zeit (2 Stunden mindestens).

Wenn ihr eMule das erste Mal benutzt (was ich annehme) kann es schon eine Weile dauern bis euer Download startet, da ihr noch keine Credits bei anderen Usern sammeln konntet.

Schaut derweil ein wenig in den Statistiken. Klappt die Punkte

"Transfer"->"Downloads ->"Session"->.“gefundene Quellen“ auf

zusätzlich folgende Punkte:

"Connection"->"Session"->alle drei "General, Upload, Download"


Jetzt schaut bei „gefundene Quellen" was dort steht. Wie gesagt, nicht gleich nach einer Minute, eMule muss mindestens eine Stunde gelaufen sein bis dahin, weil erst jetzt alle Quellen abgefragt sind.

Am optimalsten sind Quellen zwischen 2000-4000. Die meisten User fahren sehr gut damit, aber es gibt immer Ausnahmen!

jetzt schaut, bei "too many Connections", wenn dort eine Zahl größer 0 steht, beobachtet, ob sie kleiner, oder größer wird. Bei einer Null erstmal nicht weiter beachtenswert.

Falls die Zahl stetig zunimmt, geht in die eMule Einstellungen „erweiterte Einstellungen“ und tragt bei "max Connections per 5 Sec" ungefähr 5 Werte höher (Standard 20)

Nun schaut wieder in die Statistik, geht die Zahl immer noch weiter hoch bei "too many connections" stellt den Wert höher..aber nicht höher als 35.

 

Schauen uns wir jetzt die Einstellungsmöglichkeiten bei "Verbindungen" an.

Wichtig wären hier "max. Verbindung" und "Hardlimit".

Die max. Verbindungen sind relativ schnell einzustellen. Je nach Betriebssystem.

Bei Win2000/XP sind Werte bis 800 möglich.

Bei Win98/Me Werte bis 150 (mit nem Patch bis 300)

Mehr bringt selten was, außer höherer Systembelastung

Hier wird der Maximalwert der möglichen TCP/IP and UDP Verbindungen ("Connections") eingetragen.

Verbindungen werden nur geöffnet, wenn ein Daten- Transfer erfolgt, für die Suche oder für die Aufnahme in die Warteschlange.

User, die sich in der Warteschlange befinden oder Quellen, von denen kein Download erfolgt benötigen keine Verbindungen!

Es ist also völlig überflüssig, hier "Mondwerte" von 2000 oder noch höher einzutragen! Das belastet lediglich das eigene System, bringt aber ansonsten nichts!

„Hardlimit“, dort hat sich ein Wert zwischen 200-400 empfohlen. Mehr Quellen kann euer Muli eh nicht abfragen, ohne dass zuviel Overhead erzeugt wird. 

Wird der Wert in der Statistik bei "gefundene Quellen" zu hoch, stell das Hardlimit tiefer!

(Ich persönlich habe ein Hardlimit von 210, und max. Verb. auf 240 und es lüübt wunderbar)

Bei den Einstellungen Server sollte man auf jeden Fall "Sicheres / langsames Verbinden" anschalten, und unter “Sicherheit” auf jeden Fall "Sichere Identifikation".

Es lohnt sich, mehrere FAQs zu Rate zu ziehn, und man muss wie gesagt, sehr geduldig sein.

Am Anfang, sollte man Standardeinstellungen lassen, und sobald man sich mehr mit eMule beschäftigt hat, kann man ja mal verschiedene Sachen ausprobiern.

(Dank an Crasher83 für diesen Beitrag und seine Erfahrungen)

 

Als Ergänzung wären vielleicht noch folgende Punkte erwähnenswert:

- unter „Verbindung“ kann man die maximal zulässigen Kapazitäten für Up- und Download einstellen. Download kann man ruhig auf Standart belassen oder auf Maximum stellen. Den Upload jedoch maximal auf 80% der gesamten Upload- Bandbreite stellen. Bei eMule bedeutet mehr Upload zwar auch gleichzeitig mehr Download (siehe Ratio, Credits), jedoch behindert ein zu hoher Uploadwert den Download und das Surfen. Bei 16 kB/s die zur Verfügung stehen sollten 13 kB/s das absolute Maximum sein.

- ebenfalls unter „Verbindung“ kann das Kad- Netzwerk an- oder ausgeschaltet werden. Da es noch nicht völlig ausgereift ist erzeugt es noch relativ viel Overhead (bei mir selbst ca. 1,5 kB/s jeweils im Up- und Downbereich), wodurch zusätzliche Bandbreite verloren geht. Bei einem Internetanschluss mit 16 kB/s Upload Bandbreite rate ich Kad zu deaktivieren.

- unter „Verzeichnisse“ könnt ihr eigene Dateien freigeben. Achtet darauf nicht die gesamte Festplatte freizugeben sondern beschränkt die Anzahl der Freigaben auf ~ 100 Dateien (Stichwort Server - Gegenmaßnahmen und Blacklist)

- wichtig: unter „Dateien“ unbedingt ein Häkchen setzen bei Freigaben sichtbar für niemanden. Es geht niemanden etwas an was man selbst auf der Festplatte hat, erstrecht keine „behördlichen Schnüffler“.

 

2.) eMule und Windows:

Auch hier gilt: es gibt keine allgemeingültige, perfekte Einstellung um eMule an ein bestimmtes BS anzupassen. Jedoch gibt es gewisse Richtlinien an die man sich als eMule Nutzer halten sollte. Natürlich können nach und nach Veränderungen durchgeführt werden, aber diese sollten nicht zu stark von folgenden Richtlinien abweichen um Probleme zu verhindern.

Grundsätzliches:

- Dfü Verbindung an Stelle der Provider- Zugangssoftware verwenden

- das Betriebssystem regelmäßig aktualisieren -> Updates, Patches, Bugfixes

Bei Windows entweder über die offizielle Windows Updateseite oder bereits offline nach dem Download des Update Pack 1.8  - enthält alle Updates für Windows XP vor dem Service Pack 2

Natürlich empfiehlt sich für Windows XP immer das Service Pack 1a oder das neue Service Pack 2

- regelmäßiges Defragmentieren der Festplatte(n)

- regelmäßig die Registry entrümpeln

- bei Windows XP: das Tool XP-Antispy besorgen und benutzen.

Achtung: nicht blindlings alles anklicken, sondern erst lesen und verstehen - dann anwenden

- falls möglich NTFS als Festplatten- Dateisystem wählen


verschiedene Windows Versionen:

- Windows 95

Für eMule völlig ungeeignet, besser auf Windows 98 oder höher umrüsten

- Windows 98, 98 SE, 98 ME

Für den eMule Betrieb wegen der mangelnden Netzwerkfähigkeit nur bedingt geeignet

max. Verbindungen

nur 150 gleichzeitige Verbindungen möglich, mit einem Patch auf 300 erweiterbar

Richtwerte für eMule:

gleichzeitige Verbindungen: das Höchste was möglich ist

max. Verb. pro 5 Sek.: 10 - 25

Downloads: 1 - 5

Hard Limit: 1.200 - 6.000

Downloads: 6 - 15

Hard Limit: 400 - 1.000

Downloads: 16 - 30</>

Hard Limit: 200 - 400

Downloads: >30 (nicht empfehlenswert)

Hard Limit: max. 200

 

- Windows NT:

Erstes Windows auf NT Basis, nur eingeschränkt für den Heimgebrauch anwendbar. Besser auf einen Nachfolger umrüsten.

Es gelten dieselben Einstellungen wie unter den neueren Versionen Windows 2000 / XP.

 

- Windows 2000:

Sehr beliebtes Windows, vor Allem wegen seiner guten Netzwerkeigenschaften.

Benötigt weniger eigene Systemressourcen als Windows XP.

 

max. gleichzeitige Verbindungen: unendlich (theoretisch zumindest, praktisch setzt T-DSL mit maximal 1.200 Verbindungen ein „natürliches Limit“).

 

Richtwerte für eMule:

gleichzeitige Verbindungen: 600 - 800 (höhere Werte bringen in den seltensten Fällen eine Verbesserung)

max. Verb. pro 5 Sek.: 30 - 50


Downloads: 1 - 5

Hard Limit: 1.600 - 8.000


Downloads: 6 - 15

Hard Limit: 500 - 1.300


Downloads: 16 - 30

Hard Limit: 250 - 500


Downloads: > 30 (nicht empfehlenswert)

Hard Limit: max. 250


 

- Windows XP:

Es gelten die gleichen Werte sowie Richtlinien wie unter Windows 2000.

Einschränkungen: ab Service Pack 2 begrenzt Windows XP die Verbindungen auf 10. Zu begeben ist dieses schwerwiegende Manko entweder per Registryeingriff (für den Normal- User nicht empfehlenswert), per Patch oder, wie bereits weiter oben angesprochen, mit dem Tool XP-Antispy.


allgemeiner Hinweis

Sämtliche Werte für gleichzeitige Verbindungen sowie maximale Anzahl der Verbindungen pro 5 Sekunden werden bei der Verwendung eines Routers durch dessen Leistungsfähigkeit beschränkt da die meisten Modelle weniger Verbindungen bereitstellen können als dies Windows 2000 / XP möglich wäre.


Natürlich gibt es alternativ auch noch eD2k- Clients auf Linuxbasis

 z.B. aMule cDonkey oder die Linux- Version von eDonkey2000

 

3.) Tipps, erweiterte Einstellungen:

Verbindung:

- automatisch verbinden beim Start -> aktivieren

das Verbinden wäre ansonsten sowieso das Erste was zu tun ist, diese Option lässt eMule sich selbstständig zu einem Server aus seiner Liste verbinden

- Wiederverbinden nach Trennung -> aktivieren

bei Serververlust, Internetverbindungs- Unterbrechung oder 24h- Zwangstrennung verbindet sich eMule selbstständig neu


Server:

 - Serveradressen von verbundenen Servern sowie von verbundenen Clients -> aktivieren

je mehr Server auf der Serverliste stehen, desto mehr Quellen können gefunden werden da eMule nach und nach alle ihm bekannten Server abfragt


Verzeichnisse:

die Ordner für eingehende sowie temporäre Dateien nicht auf der Windows- Partition und nicht im eMule Ordner belassen

ersteres erlaubt einen schnelleren Zugriff, das Zweite einen unkomplizierteren Versionswechsel


Dateien:

- bei fertigen Download, nächste Datei fortsetzen

solltet man zu viele Downloads gleichzeitig gestartet haben (zu viel = mehr als ~ 30) kann man ganz einfach im Transfer- Fenster eher unwichtige Downloads mit „Rechtsklick“ -> „Stopp“ pausieren. Ist o.g. Funktion aktiviert setzt eMule nach einem fertigen Download automatisch einen so gestoppten Download fort.


erweiterte Einstellungen:

- Ports bei der WinXP Firewall beim Starten / Beenden automatisch öffnen / schließen

diese Option gibt es nicht bei allen eMule Varianten und ist eigentlich überflüssig wenn die Windows Firewall schon deaktiviert ist, jedoch vergisst man nach einer Windows Neuinstallation häufig die Firewall erneut zu deaktivieren. Außerdem setzt Windows bei manchen Änderungen der Netzwerkverbindungen eigenständig die Firewall wieder auf „aktiviert“.

- Upload Speed Sense (USS)

Wenn es mal funktioniert dann ist es eine prima Sache. eMule beschränkt gegebenenfalls den Upload weil zur Berechnung der optimalen Uploadgeschwindigkeit noch Werte wie Overhead, benötigte Bandbreite beim Surfen und Download- Bestätigungspakete mit einfließen. Nur kommt es öfter vor dass mit aktiviertem USS der Upload auf z.B. 12 kb begrenzt wurde obwohl ohne USS ein Upload von 15 kb (= eingestellter Maxwert) keinerlei Probleme beim Surfen etc. zeigten. Deswegen - ausprobieren.


ohne festen Titel:

- Manche Versionen bieten die Option eMule in hoher Priorität laufen zu lassen. Das sollte eigentlich nicht notwendig sein da eMule nicht viele Systemressourcen benötigt, jedoch bei etwas weniger moderaten Einstellungen oder wenn man gerade mal wieder am experimentieren ist kann eMule auch ganz schön an der CPU Last hängen. Meine Empfehlung -> aktivieren

- Infinite Queue (unendlich große Warteschlange erlauben) -> aktivieren

Das erhöht die CPU Last kaum, gibt aber den Usern die Möglichkeit eines Warteschlangenplatzes in eurer Queue (= Warteschlange), die bei einer Begrenzung der Plätze und eben einer vollen Warteschlange sonst zu spät gewesen wären.

- falls vorhanden sollten seltene und neue Files unter „Dateien“ auf Release gestellt werden um eine schnellere Verbreitung zu ermöglichen

- zur Suchfunktion

eMule wird sehr oft für ein- und dieselbe Datei eine Vielzahl an Downloadmöglichkeiten finden


Tipp 1:

vergleicht die Größen der einzelnen „Angebote“. Wenn eine Datei entscheidend kleiner ist als eine andere wird vermutlich etwas fehlen (auf die Dateiendung achten, z.B. .exe, .rar. .ace, …)


Tipp 2:

bei einzelnen MP3s gilt meist - je größer die Datei, desto höher die Widergabequalität


Tipp 3:

Dateien mit vielen Quellen (zusätzlich zu der genauen Angabe der Quellenzahl in schwarz oder blau hinterlegt) wird diese natürlich um einiges schneller komplett geladen sein als eine Datei mit nur einer Quelle.

 

Kapitel 10: die (aktuelle) Rechtslage

Das Kapitel 10 wird gerade überarbeitet. Schauen Sie in einigen Wochen nochmals vorbei, dann werden wir aktuelle Infos zum Thema "Emule und die aktuelle Rechtslage" für Sie aufbereitet haben.

  

Kapitel 11: eMule anonymisieren


1.) anonymes Internet:

Um im Internet anonym zu surfen gibt es die Methode den gesamten Internetverkehr über Proxyserver (oder auch Proxys) umzuleiten. Die eigene IP Adresse, die vom ISP zugeteilt wird,  kann zumindest direkt nicht mehr ermittelt werden. Dazu muss der Browser so konfiguriert werden dass nun der gesamte http-Traffic über einen solchen Proxy stattfindet. Es gibt hierzu auch eine Vielzahl von Programmen die das Ganze automatisieren, teilweise zwischen verschiedenen Proxys hin- und her switchen. Somit erhält man scheinbar eine andere IP als es in Wirklichkeit der Fall ist, der User kann aufgrund seiner eigentlichen IP Adresse nicht mehr rückläufig identifiziert werden.</>

Das beste Programm / Prinzip der anonymen Proxys bietet übrigens JAP, da es die wirklich einzige Möglichkeit ist zu verhindern, dass man trotz vorgeschaltetem Proxy bis zu seiner eigentlichen IP zurückverfolgbar ist. Das alles funktioniert von der Handhabung her recht gut und zuverlässig, bedeutet jedoch eine merkliche Geschwindigkeitsbremse beim Surfen.

Genauere Angaben zu Proxyservern sind hier zu finden.

 

2.) anonymer Esel:

Viele aktuelle eMule Versionen bieten die Möglichkeit den Datenverkehr (hier: nur den Filesharing- Traffic) über einen solchen Proxy umzuleiten. Das geschieht recht simpel indem man unter „Einstellungen“ -> „Proxy“ einen beliebigen Proxy einträgt und die Option natürlich auch aktiviert. Auch hier gibt es wie beim Surfen über Proxys zwei Dinge zu beachten:

1.) der Umweg den die Daten über eben diesen zwischengeschalteten Proxyserver machen müssen verlangsamt den Datenverkehr spürbar

2.) trotz dieser Schein-IP lässt sich die eigentliche IP Adresse mit geeigneten Mitteln zurückverfolgen, es bedeutet lediglich einen höheren Zeit- und Arbeitsaufwand


Abschließend hierzu möchte ich noch ein Zitat aus der offiziellen eMule FAQ von emule-Project.net anführen:

Ein P2P Netzwerk ist immer so aufgebaut, dass sich 2 Teilnehmer kennen müssen, um miteinander Dateien tauschen zu können. Hab ich einen anderen Teilnehmer gefunden, der die gewünschte Datei hat, muss ich auch seine IP kennen um mich mit ihm verbinden zu können. Diese eindeutige IP Zuordnung macht Teilnehmer auch identifizier- und nachverfolgbar.

Fazit:
Proxys mögen sich zum anonymen Surfen eignen um die eigene Herkunft zu verschleiern, sicher ist man dadurch aber noch lange nicht. Und deswegen sehe ich keinen Vorteil bei der Benutzung eines Proxys für eMule da es nur eine erhebliche Verlangsamung bedeutet.

Das JAP Projekt der Uni Dresden stellt z.Z. die einzige wirklich sichere Proxyalternative zur Verfügung. Doch Vorsicht: eMule funktioniert damit nicht. Man kann JAP definitiv nicht für eMule konfigurieren - leider.

Also noch einmal Klartext: es ist definitiv nicht möglich eMule oder ein anderes Filesharingsystem 100% anonym zu betreiben. Auch wenn das manche (unseriöse?) Anbieter oft versprechen und für ihren Client auch noch Geld verlangen (bitte dazu mal in den folgenden Thread reinschauen), Filesharing ist zumindest derzeit mit keinen Mitteln zu anonymisieren.

 

 

Schlusswort:

 

Im nächsten Abschnitt (Teil IV) findet sich nun abschließend noch eine kleine Ansammlung von Erläuterungen verschiedener Einstellungsoptionen. Die meisten eMule Entwickler, die des Originalen sowie vieler MODs, erklären leider viel zu selten die Neuerungen ihrer Werke, weswegen ich einmal versucht habe diese Optionserklärungen zusammenzutragen. Ebenso stehen noch einige Erläuterungen zu den eMule- Grundbegriffen bereit. Ich hoffe nun dass beide Teile in Zukunft noch weiter wachsen werden indem viele Leser Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge per PM oder eMail an mich oder den admin schicken werden.

 

Außerdem hoffe ich auch dass ich mit diesem How to niemanden gelangweilt habe, sondern dass es für alle eine kleine Hilfe war, für eMule Neulinge ebenso wie für interessierte „alte Hasen“.

 

 

von:   EselMetaller, mit Unterstützung von Crasher83

für:    www.eMule-Anleitung.de und alle eMule Freunde

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