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Webinterface
1.) Was ist
Webinterface?
Webinterface ist ein Feature um den
eigenen eMule von jedem Rechner aus überwachen und
steuern zu können der über einen Internetanschluss
verfügt. Das ist zum Beispiel überaus praktisch wenn man
für längere Zeit (Urlaub) unterwegs ist während eMule zu
Hause brav weiter durchläuft.
Dazu benötigt man lediglich zwei
Dinge:
1.) einen eMule der Webinterface
beherrscht
2.) die IP Adresse des Rechners auf
dem sich eMule befindet
Und genau bei Punkt zwei liegt das
„Problem“. Da die allermeisten Internetanschlüsse vom
Provider eine dynamische IP zugewiesen bekommen kann man
sich seine IP Adresse vor der Abreise zwar auf ein
Zettelchen notieren (herausfindbar z.B. unter
www.whatismyip.com), aber spätestens nach einer
Neueinwahl ins Internet (24 Std. Zwangstrennung,
Rechnerabsturz, …) vergibt der Provider eine neue IP und
eMule ist logischerweise nicht mehr unter der notierten
Adresse erreichbar.
Diejenigen mit einer festen IP oder
Arcor als Provider seien mal ausgenommen und können auch
gleich zu Punkt 4 übergehen.
Für alle anderen ist der Service
von www.DynDns.org hier genau das Richtig. Mit Hilfe von
DynDns kann man sich von überall seine heimische IP
Adresse anzeigen lassen und so eMule steuern.
Weil Webinterface ohne IP nicht
funktioniert werde ich hier einmal Schritt für Schritt
vorgehen und die eigentlichen Einstellungen in eMule
noch etwas hinten anstellen.
2.) Einrichten eines
DynDns Accounts
Es ist zwar nicht allzu
kompliziert, aber da die Homepage komplett auf Englisch
ist gehen wir mal schrittchenweise vor; etwa 10 Minuten
Zeit werdet ihr schon dafür benötigen.
Zuerst muss ein Account bei
DynDns.org angelegt werden, und das geht
hier.
Nach dem Ausfüllen des Formulars
wird eine Bestätigung an die eingetragene eMail Adresse
geschickt - also unbedingt eine gültige Adresse angeben
– und dann den Link in der eMail anklicken um den
Account zu aktivieren.
Nach dem Einloggen bei DynDns im
Account unter Your Hosts and Zones auf Dynamic
DNS (Add Host) klicken um den eigenen Rechner bei
DynDns anzumelden.
Hierzu einen beliebigen Nick als
Hostnamen eintragen und im Feld dahinter ein Anhängsel
aussuchen, am besten „dyndns.org“.
Dieser Hostname ist nun der Name
unter dem der eigene Rechner schon bald im Netz immer
erreichbar sein wird, also bitte den Hostnamen mitsamt
Anhängsel merken.
Nun noch ein Häkchen bei Enable
Wildcard setzen und das ganze bestätigen.
So das war’s, Account angelegt.
3.) einen DynDns Client
einrichten
Was jetzt noch fehlt ist ein Client
auf dem Rechner der in regelmässigen Abständen unserem
DynDns Account die aktuelle IP Adresse des Rechners
mitteilt. Hierfür gibt es eine grosse Auswahl an
Updatern die allesamt im Hintergrund laufen und
regelmässig die IP Adresse updaten. Einige davon sind
hier aufgelistet und stehen dort auch zum Download
bereit.
Ich persönlich habe mich mit dem
DeeEnEs angefreundet da er sehr klein, übersichtlich und
unkompliziert ist, deswegen auch hierzu mal eine kleine
Anleitung:
Downloaden kann man den 57 kB
kleinen Clienten hier:
Downloadseite DeeEnEs
(recht weit unten, die .zip File)
Nach dem Entpacken und Installieren
müssen nun bloss noch ein paar Einstellungen vorgenommen
werden, dazu bitte wie auf dem Bild vorgehen.

- Server: das „Anhängsel“
des Hostnamen auswählen das man beim Erstellen des
Accounts zuvor ausgesucht hat
- Hostname: den Hostnamen
(=Computername) eintragen und nicht den
Accountnamen
- Username: hier nun den
Accountnamen von DynDns eintragen, das Passwort
logischerweise darunter
- Wildcards aktivieren
Die restlichen Einstellungen sind
standartmässig schon ok, der Client wird nun automatisch
alle 10 Minuten die eigene IP Adresse an DynDns.org
updaten und ansonsten im Hintergrund laufen.
Natürlich muss DeeEnEs auch der
Zugriff auf das Internet erlaubt werden, also bitte
Firewall und Router entsprechend konfigurieren.
Um zu überprüfen ob alle Eingaben
richtig sind und DeeEnEs funktioniert mit einem
Rechtsklick auf das Taskbarsymbol klicken und Force
Update auswählen, ist etwas schief gelaufen folgt
eine Fehlermeldung (das Symbol fängt auch zu blicken
an).
Sinnvoll ist es natürlich auch wenn
der DeeEnEs Client immer automatisch mit Windows
mitgestartet wird, falls der Rechner z.B. einmal
abstürzt und neu startet.
4.) Webinterface in
eMule aktivieren
So, der eigentlich wichtigste Teil
ist auch zugleich der einfachste – das Aktivieren von
Webinterface.
Hierzu in eMule unter
Einstellungen auf Webinterface klicken und
wie auf dem Bild vorgehen.

(Beispielbild: MorphXT v5.13)
- ein Häkchen bei aktiviert
setzen
- Port: 4711 ist der Standartport,
dabei belassen und diesen in Firewall sowie Router
freigeben
- Layout Vorlage: eMule.templ
ist Standart und sollte auch passen, bei Problemen mal
den Dateipfad überprüfen und gegebenenfalls die
emule.templ im eMule Ordner von Hand auswählen
- jeweils ein Passwort bei
Administrator und Gast eintragen, am Besten
dasselbe -> merken
- auf übernehmen klicken und
fertig; eMule lässt sich nun von jedem beliebigen
Rechner aus fernsteuern
5.) Webinterface nutzen
Das Letzte und von nun an
eigentlich Einzige was man sich merken muss ist folgende
Url:
http:\\hostname.Domain:Port
im Klartext:
In unserem Beispiel lautet der
Hostname den man sich zuvor ausgesucht hat
kleinersauger und die Domain dyndns.org. Der
Port in eMule ist Standart geblieben, also 4711.
Damit würde die Url so aussehen:
http:\\kleinersauger.dyndns.org:4711
(den Doppelpunkt vor der Portnummer
nicht vergessen)
Gebt das einfach mal in eurem
Browser ein, es sollte dann ein solches Fenster
aufgehen.
In dem freien Feld tragt ihr nun
das Passwort ein dass ihr in eMule unter
Administrator Passwort eingegeben habt und voila –
vor euch seht ihr nun die Fernsteuerung für euren eMule.
Das war’s schon, war doch alles
halb so wild ;-)
Viel Spass wünscht - EselMetaller
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