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Filme, Musik & Co dank dem eMule Download. Einfach runterladen und auf Millionen Dateien zugreifen. Hier bei uns finden Sie aktuelle eMule Clients (Mods) sowie verschiedene eMule/eDonkey Tools. Auch unsere eMule Anleitung gibt Ihnen hilfreiche Infos bei den verschiedensten Problemen. Die richtigen Einstellung für den eMule finden Sie auch in der eMule Anleitung.

eMule Anleitung Downloads Einstellungen

eMule Download

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Teil I: Hilfe beim Einstieg

Teil I: Hilfe beim Einstieg in eMule:

Damit eMule richtig arbeiten kann müssen einige Dinge beachtet werden da das Programm sowie das gesamte Konzept weitaus komplexer gestrickt sind als z.B. KaZaa oder Soulseek. Deswegen werden in den  folgenden Kapiteln die Grundvorrausetzungen für eMule erläutert und die wichtigsten Einstellungen Schritt für Schritt vorgenommen.

 

Kapitel 1: Vorraussetzungen

Hier eine relativ ausführliche Auflistung dessen was vor der Inbetriebnahme von eMule alles benötigt wird. Natürlich handelt es sich hier nur um grobe Richtlinien, die jedoch, wenn man ihnen etwas Aufmerksamkeit schenkt, das Zusammenspiel zwischen Mensch, Maschine und Muli unwahrscheinlich vereinfachen, verbessern oder einfach nur harmonischer gestalten.

 

1.) Hardware Vorraussetzungen:

CPU:  350 MHz

Ram: 256 MB

Festplatte:  je größer desto besser ( > 40 GB freier Speicherplatz)

Internetverbindung:   DSL mit Flatrate, alles andere macht hier wenig Sinn

Diese Werte sind allerdings absolute Minimalwerte und sollten, falls noch nebenher an dem Rechner gearbeitet oder gespielt wird, aufgestockt werden.

Weitaus besser eignen sich da Rechner mit mindestens 1 GHz sowie 512 MB Ram.

Dabei gilt allerdings auch dass ein falsch eingestellter eMule unnötig viele Ressourcen verbraucht und dann sogar jeden Top-Rechner voll in Beschlag nehmen kann.

Also ein weiterer Grund sich etwas mit den Einstellungen zu beschäftigen.

Da sich mit eMule nur im 24 Stunden Dauerbetrieb vernünftige Ergebnisse erzielen lassen (Stichwort: Warteschlange) empfiehlt es sich gegebenenfalls auch auf eine niedrige Geräuschkulisse des Rechners zu achten - falls der Rechner im selben Raum wie das Bett steht. Hierzu reicht es meist schon den CPU- Lüfter sowie das Netzteil gegen leisere Exemplare mit größeren Ventilatoren auszutauschen, da diese die gleiche Kühlleistung durch eine niedrigere Umdrehungszahl erzeugen können, was weniger Lärm produziert.

Weitere Infos zum Thema „PC geräuschminimieren“ findet man leicht in diversen Foren , passende Hardware z.B. im Ich-Bin-Leise Shop.

 

2.) Software Vorraussetzungen:


Betriebssystem:  

Ganz wichtig ist ein netzwerkoptimiertes BS wie Windows XP / 2000 / Server 2003

(mit Abstrichen auch NT). Natürlich läuft eMule auch unter Win95 / ME, jedoch kommt es hier zu Problemen da diese BS nicht im Stande sind, die von eMule benötigte hohe Anzahl an Verbindungen bereitzustellen. Zwar gibt es Patches die dieses Problem nachträglich beheben sollen, jedoch ist davon abzuraten.

 

wichtiger Hinweise:

- Falls Windows XP mit dem Service Pack 2 verwendet wird muss zusätzlich beachtet werden dass das SP2 die maximal gleichzeitigen Verbindungen künstlich auf 10 reduziert, was die Nutzung von eMule erheblich einschränkt. Zu umgehen ist dieses kleine Malheur entweder mit dem Tool XP Antispy  unter „Spezial“ -> „Verbindungslimit“, oder mit einem extra dafür vorgesehenen Patch. Auch hier gilt: Patches die in die Registry eingreifen lieber als letzten Schritt in Betracht ziehen.

 

- Auch ist es unter Windows XP absolut notwendig die integrierte Firewall auszuschalten da eMule andernfalls immer eine Low ID erhalten wird.

Erst ab dem Service Pack 2 lässt sich die Windows XP Firewall für eMule konfigurieren. Wie man die Windows Firewall abschaltet oder richtig konfiguriert ist in der Firewall Anleitung  beschrieben..

 

eMule Version:  

Es empfiehlt sich eine aktuelle Version des originalen eMule Clienten zu verwenden da diese nicht nur mehr Sicherheit z.B. durch das Feature der sicheren Identifikation (SI bzw. SUI) mitbringt um den Klau der Userhash von Leechern zu verhindern (ab Version 0.22a) sondern auch eine weniger aggressive Quellenabfrage bei den Servern betreibt (ab Version 0.30a) sowie die Vorteile des sich gerade im Aufbau befindlichen Kademlia Netzwerkes bietet (ab  Version 0.42a).

 

Sollte jemand doch noch, vielleicht aus alter Sentimentalität, an einer bestimmten, alten eMule Version hängen findet er diese bestimmt hier - solange es sich um eine originale, und keine MOD Version handelt.

 

Begrifferläuterungen:

Sichere Identifikation (SI oder SUI):

Das Prinzip hiervon ist, dass zum Userhash ein privater 384 Bit RSA- Schlüssel und ein öffentlicher Schlüssel hinzukommen. Verbinden sich nun 2 Clients miteinander welche beide die sichere Identifikation benutzen, so tauschen sie ihren öffentlichen Schlüssel aus und speichern diesen in der clients.met in ihrem eMule Verzeichnis ab. So kann bei einem erneuten Verbinden mit Hilfe des gespeicherten Schlüssels überprüft werden ob ein Client, sollte er bereits bekannt sein, auch derjenige ist „für den er sich ausgibt“.

Client:

hier: Rechner mit eMule / eDonkey

Userhash:

Jeder Client der am eD2k Netzwerk, egal ob eMule oder eDonkey,  teilnimmt, bekommt automatisch einen eindeutigen Userhash zugeteilt über den er sich im Weiteren identifizieren kann. Der Userhash ist eine 32-stellige Hexadezimalzahl und wird beim ersten Start von eMule generiert. Er bleibt fortan für immer erhalten.

Zu finden ist der Userhash im eMule Verzeichnis wo er unter preference.dat gespeichert wird. Ohne den Userhash gehen nach einem unachtsamen Versionswechsel auch die bereits gesammelten Credits verloren (mehr zu dem Creditsystem in Teil II).

Alle Nutzer werden innerhalb des eD2k Netzwerks ausschließlich anhand des persönlichen Userhashs unterschieden, der eingetragene Name spielt dabei keine Rolle.

Leecher:

Leecher (engl. = Blutsauger) sind unliebsame MODs des originalen eMule die sich oftmals mit Hilfe übler Methoden an „braven“ P2P Usern bereichern ohne selbst etwas abzugeben und somit dem Prinzip des P2P- Gedanken und dem gesamten Netzwerk schaden.

Eine dieser Methoden ist zum Beispiel der Klau eines anderen Userhash damit der Leecher in der Warteschlange (mehr zu Warteschlange in Teil II) gleich ganz vorne anfangen kann um direkt mit einem Download zu beginnen. Eine andere Möglichkeit ist dass die Funktion der Ratio (mehr zu Ratio in Teil II) außer Kraft gesetzt wird so dass Leecher selbst nichts uploaden brauchen um hohe Downloadgeschwindigkeiten zu erreichen.

Aus diesen Gründen werden Leecher von neueren eMule Versionen schlichtweg gebannt – sie können keine Downloads mehr von den Clients erhalten, von denen sie erkannt und gebannt wurden.


MOD:

MODs sind mehr oder minder inoffizielle Varianten eines ehemals originalen eMule Clients die um einige zusätzliche Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten erweitert wurden.

Einige dieser MODs sowie weitere Erklärungen dazu findet man z.B. hier . Allerdings sollte man sich von gefährlichen MODs  fernhalten. Gefährlich bedeutet hier dass in letzter Zeit leider immer häufiger versucht wird den Open Source Code von eMule zu missbrauchen um Spyware an den Mann zu bringen oder Geld mit eMule zu verdienen.

Auch ist es keinesfalls ein originaler eMule Client wenn es plötzlich heißt man solle für weitere Downloads, eine unbegrenzte Downloadgeschwindigkeit oder die eMule Version selbst bezahlen. Einen Beitrag dazu gibt’s hier. Es handelt sich auch auf keinen Fall um ein Original wenn eine Registrierung des Nutzers gefordert wird – eMule, seine (guten) MODs sowie deren Benutzung sind vollkommen kostenlos. Das gesamte eMule / eDonkey Konzept wird von einer Vielzahl Enthusiasten geführt und ständig weiterentwickelt weil sie Spass an ihrer Arbeit haben, nicht um daraus Profit zu schlagen.

An dieser Stelle ein grosses Lob und Dank an alle beherzten eMule Devs und Modder für diese tolle Arbeit.

 

Des Weiteren möchte ich darauf hinweisen dass es völliger Blödsinn ist dass bestimmte MODs prinzipiell besser / schneller saugen als der originale eMule oder als andere MODs.

 

- erstens: die Grundprinzipien sind bei allen Versionen gleich, egal ob eDonkey, eMule oder MOD

- zweitens: würde irgendjemand etwas erfinden um den Downspeed zu vervielfachen oder das Sharen zu anonymisieren (so wie das manchen MODs immer wieder nachgesagt wird) so wäre dieses Feature innerhalb kürzester Zeit in allen eMule Versionen zu finden

 

Es macht herzlich wenig Sinn einen x-beliebigen MOD aufgrund von Ratschlägen a la „Versuch den mal, der saugt bei mir mit über 80 kB/s“ laufen zu lassen.

1. läuft jeder eMule auf jedem System anders

2. kommt es darauf an welche Files geladen werden (Raritäten oder z.B. Musikcharts)

3. 80 kB/s wird jeder eMule mal laden, aber wenn dann ist das ein Spitzenwert und kein Durchschnitt

 

Im eD2k Netzwerk arbeiten alle Beteiligten mit den gleichen Grund- Chancen, lediglich ein gewisses Feintuning kann man mit diversen MODs erreichen. Das setzt aber voraus dass man sich auch darüber im Klaren ist was man tut, was man gegenüber dem originalen eMule oder an den Einstellungen verändert.

 

 

hilfreiche Zusatzprogramme:

 - eMule Settings:  hilft bei der Einstellung von eMule

- aktuelle Brennsoftware wie Nero

- ein Programm zum Konvertieren und Bearbeiten von Filmdateien aller Art wie Sceneo VCopy  oder TMPGEnc 

- das universelle Packprogramm WinRAR

- ein!! ressourcenschonendes Antivirus Programm, z.B. das kostenlose XP Antivir oder das sehr gute Kaspersky Anti-Virus

- eine!! speziell für eMule geeignete Firewall.

ausführliche Auflistung vieler gängiger Firewalls samt Vergleich und Anleitung gibt’s hier

- einen vernünftigeren und aktuelleren DSL Treiber als ihn Windows von Hause aus mitbringt, wie etwa cFos Speed oder Schlabbach

- bei 24h Dauerbetrieb: ein Programm zum Überwachen und Optimieren des Rams

3.) Vorraussetzungen des Internet Providers (ISP):


Es lohnt es sich eigentlich so gut wie gar nicht eMule ohne DSL Anbindung und Flatrate zu betreiben, da vernünftige Ergebnisse nur im Dauerbetrieb zu erwarten sind.

Wer es mit seinen heißersehnten Files nicht abwarten kann oder keine Flatrate hat sollte lieber auf KaZaa und Co. umsteigen, mit allen Risiken und Nebenwirkungen

- eine „echte“ Internetanbindung bei der jeder einzelne Kunde des ISPs eine eigene, öffentliche IP zugewiesen bekommt. Die Alternative sieht so aus dass sich jede Menge User eine IP Adresse teilen müssen (NAT). Das ist prinzipiell wie ein sehr, sehr großes LAN ohne Zugriffsmöglichkeiten auf den Router, was unweigerlich eine LowID zur Folge hat an der es nichts mehr zu rütteln gibt.

- einen ISP der keine P2P- hinderlichen Mittel wie Portfiltering, Portshaping oder Portblocking betreibt. Strato DSL z.B. drosselt zur Zeit sämtliche!!! Ports bei seiner 1.000er Flatrate sobald erkannt wird, dass der Benutzer ein „zu hohes“ Trafficaufkommen erzeugt. Zumindest deren 2.000er Flatrate ist seltsamerweise noch frei von dieser Manipulation.

Ein anderes Beispiel stellt Tiscali dar. Auch hier werden Ports gedrosselt um den Traffic des zahlenden Kunden zu begrenzen, jedoch momentan lediglich die bekannten Filesharing- Standartports, so dass zumindest für eMule noch etliche Ausweichports übrig bleiben.

 

Beide oben genannten Probleme lassen sich weitestgehend vermeiden durch einen Internetzugang bei einem der großen Provider (kein Reseller) da diese sich in der Regel wenig um den Traffic ihrer Kunden kümmern und auch keine Ports drosseln / einschränken.

 

Kapitel 2: eMule einrichten

Nachdem jetzt vermutlich zumindest mal eine eMule Version heruntergeladen worden ist folgt nun eine Schritt-für-Schritt Hilfe zum Einrichten von eMule mit bewährten Standartwerten.

Wie bereits erwähnt, ist dieses How to weder eine Anleitung um möglichst schnell einen möglichst hohen Downspeed zu bekommen, noch wird / kann es eine Anleitung für die perfekte Einstellung von eMule sein. Es werden die grundsätzlichen Schritte erläutert und im Weiteren die möglichen Optionen erklärt. Aber ausprobieren muss jeder eMule User für sich alleine.

Also wenn es nach der Einrichtung nicht direkt so klappt wie erhofft nicht gleich verzweifeln, sondern:

1. weiter ausprobieren

2. dazu dieses How to zur Hilfe nehmen

3. Geduld haben - wenn andere User auch immer von Downloads jenseits der 50 oder gar 80 kB/s prahlen immer daran denken: die haben schon jede Menge Credits gesammelt, prahlen herum oder beziehen sich lediglich auf kurze Maximalwerte, also Downloadspitzen (die übrigens auch fälschlicherweise angezeigt werden können wenn der Rechner ausgelastet ist).

4. falls das alles nichts helfen sollte gibt es noch immer die eMule Anleitung wo jedem mit Rat und Tat zur Seite gestanden wird und Probleme gemeinsam gelöst werden.

Des Weiteren wird das „Warum“ der verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten in den Teilen II bis IV erklärt.

 
1.) Installation:

(am Beispiel des originalen eMule Clients)

eMule sollte, falls eine zweite Partition oder gar Festplatte verfügbar ist, nicht in die Windowspartition installiert werden. Zumindest aber die beiden Ordner „Incoming“ und „Temp“ sollten nach der Installation auf eine andere Partition verschoben werden da beide viel Speicherplatz benötigen.

Nach der Installation nun eMule aufrufen. Ein Wizard wird bei der Einrichtung helfen um das Programm an die eigenen Bedürfnisse und die Internetverbindung anzupassen.

 

Benutzername

was man hier eingibt ist eigentlich völlig egal, dieser erscheint dann bei den anderen Usern bei denen man herunterläd bzw. die von einem selbst laden

"soll eMule die Download- Prioritäten verwalten?“

auf „ja“ belassen

„soll eMule die Upload- Prioritäten verwalten?“

ebenfalls „ja“

„soll versucht werden komplette Chunks hochzuladen?“

im Sinne der User die von euch laden auf „ja“ belassen

„welches Netzwerk soll benutzt werden?“

bei einer Uploadbandbreite von 128 kb/s (= 16 kB/s) würde ich persönlich lediglich „eD2k“ auswählen, bei mehr Bandbreite zusätzlich auch noch „Kad“.

Die beiden anderen Felder sollten jedoch beide aktiviert sein - „Sicheres Verbinden“ und „automatisches Verbinden beim Programmstart“

„Betriebssystem“

na ja, eben dass anwählen was man gerade benutzt

„gleichzeitige Downloads“

„1 - 5“ bedeutet nicht dass man nur höchstens 5 Dateien gleichzeitig downloaden kann, eMule versucht nur seine Einstellungen automatisch an die Tendenz anzupassen, wie viel man regelmäßig downloadet.

Also ist es Sache des Users auszuwählen was hier angeklickt wird.

„Internetverbindung“

sollte die eigene Internetverbindung nicht aufgeführt sein, einfach manuell die Werte in die beiden unteren Felder eingeben.

 

2.) Firewall und / oder Router konfigurieren:

Wird eine Firewall, ein Router oder beides verwendet müssen diese noch vor dem Start von eMule konfiguriert werden. Das heißt, die von eMule verwendeten Ports müssen freigeschaltet werden da sonst keine vernünftige Verbindung aufgebaut werden kann und eMule immer eine LowID erhalten wird. Die häufigsten Probleme im Umgang mit eMule stammen übrigens von einer LowID bzw. von falsch oder gar nicht konfigurierten Routern / Firewalls.

Standartports:

eMule benötigt 4 Ports (bei der Nutzung von Webinterface kommen noch zwei weitere hinzu)

Diese 4 Ports werden benötigt damit eMule mit der Außenwelt kommunizieren kann, sie stellen die Verbindung dar und müssen daher in der Firewall und (falls vorhanden) im Router freigeschaltet werden.

Die von eMule standardmäßig genutzten Ports sind:

 

4661 (remoteside/outgoing) TCP         -  um mit einem Server zu connecten

4662 (local/incoming) TCP                    -  um zu anderen Clients zu connecten

4665 (remoteside/outgoing) UDP        -  um Quellen auf anderen Servern zu finden

4672 (remoteside/outgoing) UDP        -  um direkte Client-zu-Client Verbindungen herzustellen

 

nur bei Webinterface:

 

Webport:    4711 TCP

Mobile Port:   80 TCP

 

(Webinterface = optionale Funktion um eMule von unterwegs aus steuern zu können.

Tipp hierzu: den Webinterface Port auf 80 stellen, dann muss kein zusätzlicher Port geöffnet werden)

 

 

Eine Anleitung, wie die gängigsten Firewalls für den eMule Betrieb eingestellt werden ist in der Firewall Anleitung zu finden.

 

Wie diese Ports bei den einzelnen Routermodellen freigeschaltet werden können erfährt man entweder im Handbuch des eigenen Routers oder hier im speziellen Forenbereich für Router.

 

Hinweis:

Bei Verwendung von Windows XP muss die integrierte Windows- Firewall unbedingt deaktiviert werden da sich (mit Ausnahme von Service Pack 2) keine Ports freischalten lassen. Auch das wird in der Firewall Anleitung erklärt.

 

Nachdem eMule keine Schranken in Form von Firewall oder Router mehr aufgelegt sind ist der schwierigste Schritt eigentlich schon getan und es kann ans Ausprobieren gehen. Jetzt endlich kann eMule zum ersten Mal gestartet werden.

 

Kapitel 3: eMule starten und einstellen

 

1.: bewährte Einstellungen

Tipp:

Nach dem Start von eMule zuerst einmal im Hauptfenster links unten von „Serverinfo“ auf „Log“ umstellen. Dort werden immer wichtige Informationen des eigenen eMule angezeigt.

 

Nun kann sich eMule (falls nicht schon geschehen) zu einem Server verbinden. Das sollte problemlos gehen da eMule schon mehr als 20 Server von Hause aus mitbringt. Bei der Verwendung eines älteren Clients kann es vorkommen dass dessen Serverliste veraltet ist und die Server schön längst nicht mehr existieren. In dem Fall muss zuerst einmal eine aktuelle Serverliste besorgt werden. Für den Anfang ist die Realtime Serverlist  ganz vernünftig. eMule sollte jetzt auch eine HighID bekommen. Das wird unter „Server“ (in der Toolbar)ganz rechts unten angezeigt. Bei einer LowID hat das eMule- Symbol in der Taskleiste zusätzlich noch eine schwarze Maske auf. Sollte das so sein ist höchstwahrscheinlich der Router oder die Firewall nicht korrekt konfiguriert - noch mal die Einstellungen überprüfen. Bei weiteren Problemen mit einer niedrigen ID gibt es auch hierfür Hilfe im eigens dafür vorgesehenen Forenteil extra für LowID

 

eMule ist standardmäßig schon recht gut eingestellt, aber trotzdem hier noch ein paar, wie ich denke sinnvolle, Ergänzungen:


Zuerst einmal in der Toolbar auf „Einstellungen“ klicken.

„Allgemein“

Standart ist ok

„Anzeige“

es empfiehlt sich im oberen Teil alle Häkchen zu setzen.


Der nächste Punkt wäre „Verbindung“. Da dies quasi das Herzstück der eMule- Einstellungen darstellt möchte ich es zum Schluss behandeln.

„Proxy“ und „Server“: auch hier sind die Standartwerte vorerst ok

- „Verzeichnisse“

falls eine zweite Partition oder Festplatte zur Verfügung steht sollten auf dieser nun drei Ordner angelegt werden:

1.: eMule Temp  (hier werden die bereits heruntergeladenen Teilstücke der Dateien zwischengespeichert. Achtung: benötigt mitunter sehr viel Speicherplatz)

2.: eMule Incoming   (hier landen die fertig heruntergeladenen Dateien)

3.: Freigaben   (da kommen die Dateien rein, die man für andere User zur Verfügung stellen möchte)

Natürlich können diese drei Ordner auch anders benannt werden, aber so in der Art sollten sie schon heißen damit man sie später wieder erkennt.

Nun muss in eMule unter „Verzeichnisse“ der Pfad der drei neuen Ordner angegeben werden.

Wurden eben keine neuen Ordner erstellt - einfach nichts weiter verändern. eMule legt eben diese drei Verzeichnisse im eigenen eMule- Ordner selbstständig an.

„Dateien“

wichtig:  „Dateien sichtbar für „niemanden“ aktiviert lassen.

Nun kann noch „möglichst die ersten und letzten Dateiteile herunterladen“ aktiviert werden.

„Benachrichtigung“: Geschmackssache, jeder Eintrag verursacht ein kleines Popup Fenster.

 „Statistik“, „IRC“, „Sicherheit“, „Zeitplaner“ und „Webinterface“

hier können alle Einstellungen auf Standart bleiben.

„erweiterte Einstellungen“

- „max. neue Verbindungen pro 5 Sek.“: auch dieser Wert gehört zu den wichtigsten Einstellungen. 20 ist Standart und unproblematisch. Bei der Verwendung eines Routers sollte jedoch 5 bis 15 hier eingetragen werden, ohne Router und unter Windows XP haben sich Werte zwischen 25 und 35 bewährt, manchmal auch noch höhere (in beiden Fällen ausprobieren).

- „sicheres Speichern von .met / .dat Dateien“ auf „immer“ setzen, das kann hilfreich sein wenn der Rechner abstürzt und eMule nicht ordnungsgemäß beendet wurde, also anklicken.

„Verbindung“

- „Kapazitäten“

- „Download“: der eingetragene Wert ist standartmäßig ok und im Grunde genommen auch egal, ein niedriger Wert lässt Freiraum für grössere Downloads die nicht von eMule kommen, einen zu hohen Wert (80 kB/s +) wird man sehr wahrscheinlich sowieso nicht dauerhaft erreichen.

- „Upload“: 12 kB/s bei zur Verfügung stehenden 16 kB/s sind das Maximum was sinnvoll ist damit Surfen noch möglich bleibt, und 10 kB/s ist das Mindeste um keine Downloadbeschränkung zu erhalten. Ich persönlich finde 12 kB/s in diesem Fall zu hoch, besser sind 11 kB/s.

- „Clientport“: auf Standart lassen da diese in der Firewall / Router freigeschaltet worden sind

- „Hardlimit“ und „max. Verbindungen“: wie gesagt, die Werte hier sowie die „max. Verbindungen pro 5 Sekunden“ sind sehr wichtig und müssen durch Ausprobieren ermittelt werden da sie von vielen Faktoren wie gleichzeitige Downloads, Verfügbarkeit der Downloads, Internetverbindungsbandbreite, Rechnerleistung und vieles mehr abhängen.

Ich gehe jetzt mal davon aus dass für den Anfang 15 Dateien gedownloadet werden (10 bis 30 gleichzeitige Downloads sind erfahrungsgemäß optimal für eMule).

Bei 15 Dateien ist ein Hardlimit von 350 ok, bei weniger Downloads das Hardlimit langsam nach oben setzen, bei mehr Downloads dementsprechend etwas absenken.

Die max. Verbindungen können unter Windows XP ruhig mehr betragen, als es der Standartwert vorgibt. Ein Wert zwischen 600 und 800 ist in jedem Fall in Ordnung. Mehr zu Einstellungswerten bei anderen Windowsversionen in Teil III.

 

Abschließend die geänderten Einstellungen übernehmen, mit OK bestätigen und, falls eMule das vorher gewünscht hat, das Programm schließen und neu starten. Das Schließen und Starten von eMule kann manchmal etwas dauern, ist aber normal.


2.) Downloads starten und beobachten

Jetzt können die ersten Downloads beginnen.

Tipp: falls man bereits ein paar interessante (seltene) Dateien besitzt, diese schon mal in das Freigabenverzeichnis kopieren.

In der Toolbar werden unter „Suchen“ die gewünschten Dateien aus dem eMule Netzwerk zusammengesucht. Begrenzen kann man die Suche mit Einschränkungen wie z.B. eine grobe MB- Angabe (rechtes Feld) oder die Beschränkung auf einen bestimmten Dateityp wie .rar oder .avi (auswählen unter „Typ“).

Wenn sehr viele Ergebnisse für ein und dieselbe Datei herauskommen dann die Datei mit den meisten Quellen (wird angezeigt als „Verf…“ = Verfügbarkeit) mit einem Doppelklick auswählen. Je mehr Quellen desto schneller wird eine Datei fertig da sie von mehreren Leuten gleichzeitig heruntergeladen werden kann. Sämtliche Downloads und Uploads sowie deren Fortschritt beim Laden werden übrigens unter „Transfer“ sehr schön dargestellt.

Nachdem nun ca. 15 Dateien auf diese Weise zusammengesucht und ausgewählt wurden heißt es erstmal abwarten. Nach einer Stunde etwa sollte man dann das erste Mal ein Augenmerk auf die „Statistik“ werfen, denn nach dieser Statistik richten sich die Einstellungen des „Hardlimit“ sowie der „max. Verbindungen pro 5 Sek.


Um diese einstellen zu können sind die „gefundene Quellen“ unter „Download“ -> „Session“ wichtig. Dieser Wert sollte zwischen 4.000 und 5.000 liegen und errechnet sich aus:

Anzahl Downloads x Hardlimit = gefundene Quellen

Wobei unter „max. Verbindungen pro 5 Sek.“ eingestellt wird wie schnell die vorhandenen Quellen von eMule abgefragt werden.

 

Beispiel: 

15 Downloads und Hardlimit auf 350 bedeutet maximal 5.250 Quellen

Wenn pro Datei die gedownloadet wird weniger Quellen zur Verfügung stehen steigt der Wert bei „gefundene Quellen“ dementsprechend nicht so hoch an.

Sollten die gefundenen Quellen zu viele werden, ist der erste Schritt die max. Verb. / 5 Sek. herunterzuschrauben. Falls das nicht ausreicht das Hardlimit nach unten korrigieren.

Dabei stets daran denken dass sich 10 bis 30 gleichzeitige Downloads als optimal erwiesen haben.

 

Hinweis: 

- ein zu hoher Wert bei „max. Verb. / 5 Sek. wird auch das Surfen nebenher behindern

- zu viele „gefundene Quellen“ treibt die CPU Auslastung sowie die Auslastung der Internetverbindung in die Höhe

- zu viele gleichzeitige Downloads treibt besonders die Ram- Auslastung an ihre Grenzen

 

Wichtig: 

Nach jeder Änderung der Einstellungswerte mindestens eine Stunde abwarten da sich die endgültigen Werte nur langsam einpendeln und vorher nicht aussagekräftig sind.

 

 

Das sind zwar die grundsätzlichen Einstellungen, jedoch können diese Werte vom persönlichen Idealwert noch deutlich abweichen da es lediglich grobe Richtlinien sind die sich in der Regel  relativ gut bewährt haben. Also sollte jeder kräftig ausprobieren und sich nicht entmutigen lassen wenn nicht direkt Top- Downloadgeschwindigkeiten herauskommen.

Wenn eMule lange am Stück läuft (mindestens 24 Stunden) sind nach etwa einer Woche Downloadraten von ca. 20 bis 30 kB/s völlig in Ordnung. Sollten dauerhaft niedrigere Werte erzielt werden kann es eigentlich nur an falschen Einstellungen liegen (LowID ?), oder die Dateien die heruntergeladen werden sind sehr selten.

 

3.) Kurzzusammenfassung:

  • eine aktuelle eMule Version ist fast immer einer alten vorzuziehen

  • eMule läuft am Besten im 24 Stunden Dauerbetrieb

  • Ports in Router und Firewall freischalten:

    4661 (remoteside/outgoing) TCP

    4662 (local/incoming) TCP

    4665 (remoteside/outgoing) UDP

    4672 (remoteside/outgoing) UDP

  • 10 bis 30 gleichzeitige Downloads
     

  • Verbindungen: Hardlimit etwa 350
     

  • erweiterte Einstellungen: max. Verb. / 5 Sek. etwa 25 - 35
     

  • Statistik: gefundene Quellen etwa 4.000 bis 5.000, mit max. Verbindungen / 5 Sek. und evtl. Hardlimit in diesem Rahmen halten
     

  • bei schlechten Downloadraten überprüfen ob LowID vergeben wurde

  

Für weitere Hilfe, Tipps sowie Erklärungen zu den Einstellungen, bei offenen Fragen oder einfach nur bei Interesse: Kapitel II und III lesen.

Inhaltsverzeichnis ] [ Teil I: Hilfe beim Einstieg ] Teil II: wie funktioniert eMule? ] Teil III: Tipps und Erläuterungen ] Teil IV: Begriffe und Optionen ] Checkliste bei LowID ] Webcache ] Webcache Proxys ] Webinterface ]

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