Testosteronmangel: Was tun?

Vielen Männern fällt es schwer, Symptome eines Mangels an Testosteron richtig zu deuten. In der Regel sind es unspezifische Kennzeichen, die Stress oder einer anderen Erkrankungen zugeschrieben werden. Zudem treten bei Patienten nicht alle Symptome, beispielsweise sexuelle, in ihrer Deutlichkeit auf und sind aus diesem Grund nur sehr schwer zuzuordnen.

Anzeichen, als auch Symptome von einem Testosteronmangel variieren abhängig vom Alter der jeweiligen Person, sowie bei Ausmaß und Dauer. Libidoverlust oder Erektionsstörungen weisen zwar auf einen Mangel hin, können jedoch im Laufe von Jahren andere Ursachen entwickeln und werden gern auch mal, als männliche Wechseljahre bezeichnet.

Hypogonadismus bezeichnet eine männliche Funktionsstörung der Keimdrüsen. Die Krankheit kann beim Mann, als auch bei Frauen auftreten. Bei dieser Erkrankung kommt es zu einem Hormonmangel, mit den dazugehörenden Symptomen.

Der Hypogonadismus beim Mann betrifft die Hoden und ist charakteristisch für einen Testosteronmangel. Unter dieser Erkrankung leiden mittlerweile rund 10 Prozent der männlichen Bevölkerung, Tendenz steigend. Da Testosteron fehlt, vergeht vielen die Lust auf Sex, was als eines der ersten Merkmale gewertet wird.

Bei der Erkrankung werden zuerst die Ursachen erforscht und nach zweimaliger Blutentnahme, wird der behandelnde Arzt eine Testosteronersatztherapie vorschlagen, die entweder mit Injektionen, weniger mit Pflaster oder Tabletten vonstatten geht. Ziel dieser Therapie ist, den normalen Testosteronspiegel im Körper wiederherzustellen und durch eine Behandlung ausgelöste Beschwerden oder Erkrankungen in den Griff zu bekommen.

Gesamt-Testosteron Werte unter 8 nmol l sind als pathologisch anzusehen, Werte zwischen 8 und 12 nmol l befinden sich in einer Grauzone. Ab einem Testosteronwert von 8 nmol l, was auf einen Testosteronmangel hinweist, wird empfohlen, nach anderen Erkrankungen zu forschen, um die Ursache herauszufinden.

Was hilft bei Testosteronmangel?

Testosteron ist zwar das wichtigste Hormon bei Männern, gilt weit verbreitet auch, als Muskel-Hormon und darf bei Sportlern nicht fehlen. Das sogenannte Männer-Hormon ist zuständig für größere Muskeln, markante Gesichtszüge, aber auch Bartwuchs und dichter Behaarung.

was tun bei testosteronmangel

Der Botenstoff erfüllt jedoch noch weitere Funktionen im Körper, denn er beeinflusst das Herz-Kreislauf-System, sowie die Gesundheit der Knochen. Sollte ein Testosteronmangel vermutet oder bemerkt werden, ist unter normalen Umständen, der Gang zu einem Arzt der nächste Schritt.

Zu den ersten Vorboten, dass ein Testosteronmangel vorliegt gehören unter anderem:

  • Hitzewallungen
  • depressive Phasen
  • Stimmungsschwankungen
  • Erektionsstörungen
  • Abgeschlagenheit und Müdigkeit
  • keine Lust auf Sex

Ein Facharzt, am besten ein Urologe oder Endokrinologe, sollte auf jeden Fall abklären, ob es sich bei einem Mangel an Testosteron, nicht etwa um einen Hypogonadismus handelt. Diese Krankheit muss bei Männern unbedingt behandelt werden, sodass sich keine weiteren gesundheitlichen Schäden einstellen.

Personen, die unter Testosteronmangel leiden, erkranken oftmals chronisch. Zu den Krankheiten zählen:

  • Arthrose
  • Schlaganfall
  • Diabetes Typ 2
  • Lungenkrankheiten
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden
  • hoher Cholesterinspiegel

Vielfach handelt es sich jedoch nur um ein leichtes Absinken von einem Testosteronspiegel, der mit einer Umstellung im Speiseplan oder mit Sport zu beheben ist. 

Ernährung

Testosteron wird aus Cholesterin produziert. Demnach kann eine fetthaltige Ernährung, mit zu vielen ungesättigten Fettsäuren, die Testosteronproduktion negativ beeinflussen. Stattdessen sollte auf gute Fette zurückgegriffen werden, wie es in Oliven, Avocados, Nüssen und Samen enthalten ist.

Auch Käse, Bohnen, Joghurt und Fisch tragen zu einem gesunden Testosteronwert bei. In ihnen findet sich Zink, ein wichtiger Bestandteil zahlreicher Enzyme, als auch Proteine. Zwar haben Männer einen höheren Bedarf an Zink, als Frauen, dieser kann durch eine gesunde und ausgewogene Nahrung, zu sich genommen werden.

Kommt es zu Konzentrations-, als auch zu Müdigkeitserscheinungen, liegt das meist an einem Mangel an Zink. Diese Faktoren werden oft schon als Anzeichen eines männlichen Testosteronmangels wahrgenommen. Selbst im Knoblauch und ähnlichen Gemüsesorten, findet sich ein relativ hoher Anteil an Allicin.

Es handelt sich hierbei um eine schwefelartige Aminosäure, welche antibakteriell und vor allem Cortisol hemmend wirkt. Studien belegen, dass Cortisol, als Gegenspieler des Testosterons gilt und die Folgen verursacht, dass es zu einer gehemmten Produktion führen kann.

Zu einer Umstellung des Speiseplans kommen noch andere Möglichkeiten, den Testosteronspiegel bei Männer die betroffen sind, wieder auf ein normales Level zu bringen. Hierzu zählen unter anderem, für ausreichend Schlaf sorgen, sodass es nicht zu den Folgen von einem Schlafmangel kommt und außerdem sind Stresssituationen, zu vermeiden.

Veränderungen des Mannes sind unausweichlich, auch der Konsum von Zigaretten und Alkohol sollte, entweder ganz eingestellt, oder wenigstens auf wenig pro Tag, reduziert werden. Durch Nikotin und Alkohol wird die Testosteronproduktion maßgeblich negativ beeinflusst. Außerdem trägt beides im Zusammenhang mit Stress dazu bei, dass sich ein Mangel einstellt und das Testosteron weiter sinkt.

Sport

Männer im fortgeschrittenen Alter, die unter einem Testosteronmangel leiden und langsam erste Anzeichen erkennen, müssen an eine Veränderung denken. Sport macht häufig nicht nur Spaß, es hilft den Testosteronspiegel wieder in Einklang zu bringen, die Produktion anzukurbeln und somit den Wert zu steigern.

Anstatt Medikamente zu nehmen, ist laut Studien, sportliche Betätigung zur Behandlung nicht nur eine gute Möglichkeit etwas für seinen Körper zu tun, sondern auch, um den Testosteronspiegel wieder auf die Sprünge zu helfen. In der Regel reichen am Anfang wenig Minuten, um sich dann Schritt für Schritt zu steigern, damit die Hormone im Blut in Wallung kommen.

Kraftsport und Intervalltraining sind wirkliche Testosteron Booster und bringen ganz nebenbei den Körper auf ein Normalgewicht. Des Weiteren raten Experten zum Schwimmen, Radfahren oder einem Bodyweight- Training. Sämtliche Sportarten liegen im Bereich des möglichen und machen sich positiv in Bezug eines Testosteronspiegels bemerkbar.

Mangel an Testosteron mit Testosteron Boostern ausgleichen

Bei einem Testosteron Booster handelt es sich um ein Nahrungsergänzungsmittel, mit speziellen Inhaltsstoffen. Diverse von den Produkten sind darauf abgestimmt, den Testosteronspiegel zu erhöhen oder, ihn wenigstens auf einen normalen Wert zu halten.

Die Supplemente verfügen über einen gemeinsamen Nenner, sie wirken ähnlich wie abgeschwächte Steroide und sollen in Sachen Muskelaufbau sowie Muskelzuwachs und Leistungsfähigkeit den Durchbruch bringen.

Der Nachteil dieser Präparate ist, da sich um ein sogenanntes Nahrungsergänzungsmittel handelt, dass die Mittel nicht in wenigen Minuten, sondern erst nach meistens monatelanger Einnahme, wirken.

Fazit

Nicht jeder Mann, der einen niedrigen Testosteronspiegel aufweist, bekommt zusätzlich klinische Merkmale oder Beschwerden, die einen Hypogonadismus ausweisen. Experten empfehlen, dass nur diejenigen ärztlich behandelt werden sollten, bei denen gleichzeitig klinische Symptome eines Testosteronmangels vorliegen.

Primäres Ziel einer Behandlung mit dem Botenstoff ist, der Rückgang von Symptome eines Mangels und zudem sollen Folgeerkrankungen vermieden werden, die infolge eines anhaltenden Mangels entstehen können.

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