Testosteronmangel: Symptome, Ursachen & wie beheben

Ob Sie unter einem Testosteronmangel leiden, ist nicht einfach herauszufinden.

In der Regel führt es zu Bluthochdruck, zu erhöhten Cholesterinwerten und zu Fettleibigkeit, selbst die Lust auf Sex schwindet langsam aber stetig.

Die Hauptursache findet sich in der fehlenden Aktivität des Hodens, unter Fachleuten auch Hypogonadismus, genannt.

Dieses wiederum führt zu erektile Dysfunktion und eventuell zu einer späteren Impotenz.

Welche Symptome treten bei Testosteronmangel auf?

Jegliche Symptome und Anzeichen hängen in erster Linie vom Alter ab, und sie variieren von Mann zu Mann. Bestehen folgende Symptome über einen längeren Zeitraum und nehmen mit der Zeit sogar zu, kann unter Umständen ein Testosteronmangel vorliegen.

Ob ein Testosteronmangel vorliegt, kann schnell herausgefunden werden, indem ein Testosteronspiegel messen erfolgt.

Mögliche Anzeichen sind:

  • verzögerte Pubertät
  • kleinere Hoden
  • männliche Infertilität (Zeugungsunfähigkeit)
  • verminderte Körperbehaarung
  • Gynäkomastie (ein- oder doppelseitige Vergrößerung der Brustdrüse beim Mann)
  • Rückgang von fettfreier Körpermasse und der Muskelstärke
  • viszerale Fettleibigkeit (Zunahme von Bauchfett)
  • Rückgang der Knochenmineraldichte (Osteoporose)
  • verminderte sexuelle Lust und Libidoverlust
  • erektile Dysfunktion (Erektionsstörungen)
  • Beschwerden durch Hitzewallungen
  • Stimmungsschwankungen
  • Erschöpfung und Aggressivität
  • Insulinresistenz und Diabetes mellitus Typ2

Häufig finden sich auch Beschwerden als metabolisches Syndrom, Insulinresistenz und in einer verminderten kognitiven Funktion.

Oftmals fällt es einem Mann schwer, diese Anzeichen zu deuten, auch wenn Beschwerden ersichtlich sind. Männer sollten, unabhängig vom Alter, einen Arzt konsultieren und einen eventuellen Testosteronmangel in Betracht ziehen.

Als Faustregel gilt folgendes: je niedriger der Testosteronspiegel, desto mehr Symptome treten auf.

Hypogonadismus

Symptome, die auf einen Hypogonadismus hinweisen, zeigen sich in kleinen Hoden, im männlichen Brustwachstum, einer relativ hohen Stimme, sowie in einer eher spärlichen Körper- und Gesichtsbehaarung. Beschwerden, egal ob schmerzhaft oder nicht, weisen nicht auf eine Erkrankung dieser Art hin.

Der Begriff Hypogonadismus bezeichnet eine hormonelle Funktionsstörung der Keimdrüsen. Kann jedoch sowohl bei Männer, als auch bei Frauen auftreten. Bei Letzteren betrifft es in der Regel die Eierstöcke (Ovarien).

Beim Mann wiederum sind die Hoden betroffen, was sich als Testosteronmangel abzeichnet. Bis zu 10% der Bevölkerung, insbesondere Männer, sind hiervon betroffen, wobei das Erkrankungsrisiko mit den Lebensjahren zunimmt.

Metabolisches Syndrom

Hierbei handelt es sich nicht um eine eigenständige Erkrankungen, sondern viel mehr um eine Kombination unterschiedlicher Erkrankungen. Der wichtigste Risikofaktor liegt in Herz-Kreislauf Erkrankungen.

Erkrankungen von Herz und typische Kreislauf Krankheiten gehören mittlerweile in Deutschland zu den herausragendsten Todesursachen überhaupt und sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Die häufigsten Symptome bei diesem Syndrom äußern sich in Übergewicht (Adipositas), in einem gestörten Fett- Cholesterinhaushalt, sowie im Bluthochdruck. Weitere Informationen hierzu bekommen Sie bei ihrem Hausarzt.

Die genannten Risikofaktoren werden durch den westlichen Lebensstil begünstigt und spielen bei der Entstehung von Gefäßerkrankungen eine nicht ganz untergeordnete Rolle. Mittlerweile erkrankt jeder 4. Mensch am metabolischen Syndrom, dadurch verdoppelt sich die Möglichkeit, an einem Schlaganfall oder Herzinfarkt zu sterben.

Zudem ist die Gefahr bis zu 5 Mal so hoch, an Diabetes Typ 2 zu erkranken.

Diabetes Typ 2

Mehr als 8 Millionen Menschen leben in Deutschland, die an Diabetes mellitus erkrankt sind. Demzufolge hat sich die Krankheit im Laufe der Jahre zu einer echten Volkskrankheit entwickelt.

Vor einigen Jahren war Diabetes weitestgehend den älteren Personen zuzuordnen, was zu dieser Zeit als “Altersdiabetes” bekannt war. Mittlerweile haben sich die Risikofaktoren erhöht und werden erkannt an:

  • starkem Übergewicht
  • Bewegungsmangel usw.

Leider zeigen sich diese Faktoren zunehmend auch in jüngeren Jahren, weshalb heute auch jüngere Männer darunter leiden. Die Bezeichnung „Altersdiabetes“ hat somit ihre Gültigkeit verloren.

Sexuelle Probleme

Sexuelle Probleme gehen in der Regel mit Libidoverlust und Erektionsstörungen einher und können zwar unterschiedliche Ursachen haben, hängen jedoch in vielen Fällen mit einem Testosteronmangel in Verbindung.

Das Power- Hormon Testosteron ist mit Abstand das wichtigste Sexualhormon, was bei Männern zu finden ist. Dadurch bedingt hat Testosteron einen großen Einfluss auf den männlichen Sexualtrieb und auf die Libido bei Männer.

Ein Testosteronmangel äußert sich folgendermaßen:

  • nachlassende Lust auf Sex
  • keine Ambitionen Sport zu treiben
  • Müdigkeit
  • Leistungsabfall
  • körperliche Kraftlosigkeit
  • Erektionsschwächen
  • zunehmender Bauchumfang

Testosteron zu niedrig: Die Ursachen

Neben einer Reihe von angeborenen, chromosomalen und erworbenen Syndromen können unterschiedliche kombinierte, oder immer noch schlecht definierte Erkrankungen, mit einem Testosteronmangel in Verbindung gebracht werden.

Dazu gehören unter anderem Hypothyreoidismus oder auch das Prader-Willi-Syndrom. Weitere Ursachen sind Bluthochdruck, rheumatoide Arthritis und chronisch-obstruktive Lungenerkrankungen. Der männliche Hypogonadismus tritt zudem bei HIV und Aids infizierten Person häufiger auf.

Die Hauptursachen sind:

Primärer Hypogonadismus:Sekundärer Hypogonadismus:Primär, sekundär und kombiniert:
Myotone DystrophieHypophysentumorschwere systemische Erkrankungen
KryptorchismusSupraselläre Tumorenberufliche Exposition
nach OrchitisHämochromatoseLeberzirrhose
Hodentrauma, BestrahlungHypothalamische oder hypophysäre LäsionenSichelzellanämie
Chemotherapie bei KrebsHypothyreoseHIV/Aids
MangelernährungPrader-Willi-SyndromMedikamente
 extreme AdipositasAlter

Hypogonadismus

Beim primären Hypogonadismus kommt es durch eine Schädigung oder das Fehlen der Leydig-Zellen beim Mann zu einer verminderten oder ganz fehlenden Testosteronproduktion und somit zu einem Testosteronmangel. Zudem findet sich in einige Fällen eine Feminisierung des Mannes.

Systemische Erkrankung

Als systemische Erkrankungen werden sämtliche Krankheiten benannt, die sich auf das gesamte Organsystem auswirken können. Hierzu gehören unter anderem: Leukämie, Anämie, die Muskulatur oder auch das zentrale Nervensystem.

Prader-Willi-Syndrom

Das Prader-Willi-Syndrom zeigt sich als angeborenen Defekt und betrifft in der Regel Säuglinge. Diese sind später nicht nur unterentwickelt, sondern können geistig stark eingeschränkt, kleinwüchsig oder muskelschwach sein. In der Regel spielt auch hierbei Testosteron eine größere Rolle.

Adipositas

Adipositas bei Männer ist mittlerweile zu einer der Volkskrankheiten in Deutschland avanciert. Die Dick-oder Fettleibigkeit kommt in erster Linie von falscher Ernährung und Bewegungsmangel.

Der lateinische Begriff Adipositas steht für Fettleibigkeit oder auch Fettsucht. Ein grobes Maß dafür ist im Body-Mass-Index zu erkennen. Mit zunehmender Körperfülle steigt das Risiko, die zwangsläufig mit dieser Krankheit einhergehen

Auch die Beschwerden, die entstehen können, sind vielfach nicht zu unterschätzen.

Wie wirkt sich ein Testosteronmangel beim Mann aus?

Ein Testosteronmangel kann unterschiedliche Symptome verursachen, die je nachdem, unterschiedlich ausgeprägt sein können. Ein Unterschied erfolgt zum Beispiel, bei klinischen Symptomen, sexuellen Symptomen und kognitive Symptome.

Je nach Ursache und Form entwickeln sich die Anzeichen langsam, über mehrere Jahre hinweg, können jedoch auch nur Wochen oder Monate bedeuten. Sie halten meistens über mehrere Wochen an und die Beschwerden sind somit über einen längeren Zeitraum zu ertragen.

Die Auswirkungen sind zu erkennen an:

  • verzögerter Pubertät
  • Klinefelter- Syndrom
  • Störungen der sexuellen Funktionen
  • niedrige Knochenmasse
  • psychische Veränderungen

Testosteronspiegel testen

Um Testosteron und somit einen Testosteronspiegel zu testen, bietet das Internet eine wahre Vielfalt an unterschiedlichen Möglichkeiten an.

Drei Methoden spielen eine Rolle, wenn es um den Testosteronwert geht:

  • Blutabnahme bei einem Arzt mit samt späterer Laboranalyse
  • Selbsttest via Internet
  • Speichelprobe und Laboranalyse

Zuverlässiger ist allerdings der Gang zum Arzt des Vertrauens. Nach der Blutentnahme geht die Probe an ein Labor, wobei nach meistens kurzer Zeit ein Ergebnis vorliegt.

Testosteronmangel beheben & Behandlung

Nach einer dementsprechenden Diagnosestellung, wird Sie der Arzt beraten, welche Therapie für Sie infrage kommt. Es existieren unterschiedliche Behandlungsmethoden, um den Testosteronspiegel wieder anzuheben. Bei diversen Therapien ist mit keiner Testosterol Nebenwirkung zu rechnen.

Unter anderem gehört zu einer Medikation, auch eine gute Lebensführung, eingeschlossen einer gesunden Ernährung, körperliches Aufbau- und Muskeltraining und in vielen Fällen eine Gewichtsreduktion. Sämtliche Beschwerden werden allein davon verschwinden.

Des Weiteren sind, je nach Schweregrad bei einem Testosteronmangel, Injektionspräparate möglich. Diese müssen allerdings alle zwei bis drei Wochen erneuert werden. Die Intervalle liegen in der Regel zwischen 10 bis 14 Wochen. Häufig steigt die Wirkung nach einer Injektion übermäßig an, heißt: Libido und Sexualität verbessern sich rasch.

Eine weitere Form einer Testosterontherapie liegt in der Einnahme von Tabletten. Diese sollten häufig mit fettreichen Speisen eingenommen werden. Zudem erfordert es eine Einnahme, bei dieser Darreichungsform, von zwei-bis dreimal täglich.

Pflaster sind abends gegen 22 Uhr zu nutzen und müssen für mindestens 20 Stunden auf der Haut verbleiben. Negative Nebenwirkungen sind oftmals Rötungen an der Auftragsstelle, Schweißausbrüche oder Hitzewallungen. Zudem sind die Pflaster gerade in den warmen Monaten eines Jahres leicht unter der Kleidung auszumachen.

Eine praktischere Form sind hingegen Gele. Diese relativ neue Behandlungsmethode lässt sich durch tägliches, einfach dosierbares Auftragen und ein gleichmäßiges Hormonniveau, den Testosteronspiegel zuverlässig in den Normalbereich bringen.

Natürliche Testosteronbooster

Wer sich nicht auf Medikamente oder Injektionen verlassen möchte, kann natürliche Testosteron Booster wählen, die auch bei 2 Diabetes nicht schaden. Hierzu zählen diverse Lebensmittel, die Sie leicht in ihren Speiseplan einbringen können.

Zu den nötigen Nahrungsmitteln gehören unter anderem:

  • Shrimps
  • Kürbiskerne
  • Kokosnüsse
  • Weizenkleie
  • Ricotta
  • Erdbeeren

Shrimps beispielsweise enthalten jede Menge an Vitamin D. Neben Eiweiß und gesunden Fetten, gehören zu einem ordentlichen Muskelaufbau, auch Kohlenhydrate dazu.

Kürbiskerne liefern Zink. Es handelt sich hierbei um ein wichtiges Mineral, welches die Testosteronproduktion tüchtig ankurbelt. Kokosnüsse beinhalten viel gesättigtes Fett, welches eine tragende Rolle bei der Produktion von Testosteron spielt.

Weizenkleie liefert nicht nur Kohlenhydrate, sondern enthält viel Magnesium. Auch dieses ist bei der Testosteronproduktion nicht zu unterschätzen. Ricotta verfügt über das bei Sportlern beliebte WHEY-Milchprotein, und enthält zudem nötige Aminosäuren.

Erdbeeren schmecken nicht nur toll, sie enthalten ungemein viel Vitamin C. Das wiederum wirkt sich ebenfalls positiv auf einen Testosteronmangel aus.

Viele Sportler und Bodybuilder schwören zudem auf TestoGen. Dieses Produkt steigert nicht nur die Muskelmasse, sondern bringt verbesserte Leistungen und wirkt sich positiv auf die Libido aus.

Testosteronersatztherapie & Medikamente

Bei einem Testosteronmangel kann das männliche Geschlechtshormon durch Medikamente zugeführt werden, welche keine Beschwerden verursachen. Eine Behandlung birgt keine Testosteron Nebenwirkungen und wird in der Regel oft von Ärzten empfohlen.

Die Medikation einer Ersatztherapie führt dazu, dass die Libido angeregt wird und die Körpermasse steigt. Weiterhin befinden sich Medikamente auf dem Markt, die ebenso einen Testosteronmangel, ausgleichen sollen.

Die Präparate sind unter den Namen: Nebido, Testogel, Tostran etc. bekannt. Allerdings sind diese verschreibungspflichtig und ein Arzt muss im Vorfeld feststellen, ob wirklich ein Testosteronmangel vorliegt.

Fazit

Ein zu niedriger Wert an Testosteron stellt keine Krankheit dar. Sexuelle Störungen, nachlassende Muskelkraft, Depressionen oder Müdigkeit müssen nicht zwangsläufig mit einem Testosteronmangel zutun haben.

Die Kosten von Präparaten, um einen Mangel auszugleichen und vor allen Dingen, wenn Beschwerden vorhanden sind,, werden in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Sie werden jedoch erstattet, wenn aus medizinischer Sicht eine Indikation notwendig wird.

Risiken einer Testosteronsubstitution, wie die Förderung eines subklinisch vorhandenen Prostatakarzinoms oder einer benignen Prostatahyperplasie, sind zu beachten.

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